Wegekreuz Gering

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Mein Lebensweg von Joseph SCHWAB 1942
Brunnenstr. 32

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Die Geschichte des Hauses „Pitterjusepps“

(Heutige Adresse: Brunnenstraße 32, 1895: Dorfstraße 32, 1910: Dorfstraße 33, 1950: Dorfstraße 38)

 

 

An der Stelle des heutigen Grundstückes Brunnenstraße 32 befand sich 1809 eine Wiese („Pre“ im Kataster der Franzosen genannt). Die Größe belief sich auf 637 qm. Eigentümer war PETER RÖSER, der seinerzeit auch Eigentümer des heutigen Anwesens in der Brunnenstraße 40 (Dorfname „Pittischpaste“) war.

Nach dem Tod von Peter Röser gehörte diese Wiese 1828 der ELISABETH RÖSER aus Gappenach. Elisabeth RÖSER versteigerte 1828 diversen Grundbesitz in Gering, u.a. diese Wiese an der damaligen Dorfstraße. Erwerber war CHRISTIAN LAUBENTHAL, der damals weiter oberhalb im Dorf (schräg gegenüber von Peter Röser) Eigentümer des Hauses „Schneidisch“ war. Dieses Haus lag damals zwischen der Brunnenstraße 27 und 31. Es ist inzwischen abgerissen worden.

Zwei Jahre später (1830) ging die Wiese im Rahmen der Erbverteilung an den ältesten Sohn von Christian, an ANTON LAUBENTHAL. Anton dürfte damals gemäß den Katasterunterlagen –wenigstens teilweise- seinen Wohnsitz in Kollig gehabt haben.

1832 hat dann der jüngere Bruder von Anton, PETER-JOSEF LAUBENTHAL, die Wiese für 19 Thaler (ein sogenannter „Kauf ohne Akt“, d.h. praktisch durch Handschlag) abgekauft.

Peter-Josef war seit 1829 mit Maria Catharina KLEIN verheiratet, der zweitjüngsten Tochter des Müllers Johann KLEIN von der Geringer Mühle. Das Ehepaar Laubenthal-Klein hatte 1836 vier Kinder (denen später drei weitere folgten), als das von ihnen erstellte neue Haus auf der Wiese an der Dorfstraße fertig wurde. Die Baugenehmigung stammt vom 12. Mai 1835. Im Protokoll der Katasterveränderungen 1836 wird dieses Grundstück erstmals als Grundstück mit Haus aufgeführt.

Da der Erbauer des Hauses Peter-Josef Laubenthal war, dürfte hierin der Dorfname „Pitterjusepps“ seinen Ursprung haben, der bis heute erhalten geblieben ist.

Von den 7 Kindern sind 7 im Kindesalter verstorben. Die Tochter Anna Maria heiratete 1865 Wilhelm Meurer aus Polch. Der jüngste Sohn Johann, geb. 1843, lebte bei Tod seiner Eltern in 1861 bzw. 1871 noch in Gering, ist jedoch offensichtlich später weggezogen.

Das zweitjüngste Kind ELISABETH LAUBENTHAL, geb. 1841, heiratet 1865 WILHELM SCHWAB (geb. 1837 in Gering), den Sohn des Hufschmiedes Joseph Schwab („Schmits“, heute Brunnenstr. 10). Wilhelm Schwab hatte bei seinem Vater, Joseph Schwab, in der damaligen Dorfschmiede das Schmiedhandwerk erlernt.

Der 3 Jahre jüngere Bruder von Wilhelm, Nikolaus Schwab, hat das väterliche Anwesen übernommen und offensichtlich die dortige Schmiede, spätestens nach dem Tod des Vaters Joseph im Jahre 1883, stillgelegt. Denn Nikolaus SCHWAB gibt in den Zivilstandsunterlagen anläßlich seiner Hochzeit und der Geburt seiner Kinder als Beruf Ackersmann an.

 

 

Also wird Wilhelm SCHWAB im Anwesen seines Schwiegereltern eine neue Dorfschmiede eingerichtet haben. Nach dem Tod der Schwiegermutter Maria Catharina Laubenthal, geb. Klein, geht das Anwesen an ihn mittels Erbschaft über.

Das Ehepaar Wilhelm und Elisabeth Schwab hatte zehn Kinder. Vier Kinder sind über das Kindesalter hinausgekommen. Erinnerungen des jüngsten Kindes, Joseph (geb. 1884) sind in Auszügen in diesem Buch wiedergegeben.

Der Älteste, JOHANN SCHWAB (als „Hannes“, der Schmied, ist er einigen Geringern noch bekannt) heiratete 1899 Katharina SCHWAB aus Einig. Das Ehepaar Schwab war offensichtlich nicht miteinander verwandt. Die Vorfahren von Johann Schwab lassen sich bis zu Laurenz Schwab aus Polch/Minkelfeld (ca. 1635 – 1688) zurückverfolgen. Der älteste bekannte Vorfahr von Katharina SCHWAB ist Philipp Schwab (1616 – 1686) aus Einig.

Das Ehepaar SCHWAB/SCHWAB hatte elf Kinder, wovon die jüngste Tochter heute noch lebt, allerdings nicht in Gering.

Die Schmiede wurde von Johann Schwab ca. 1940 stillgelegt. Damit endete die „Dorfschmied-Dynastie“ der Familien SCHMTT/SCHWAB, gegründet von Johann Jakob SCMITT (1722-1786), fortgeführt über seinen Sohn Johann SCHMITT ab 1801 vom Ehemann seiner Enkelin Eva Catharina, den vom Euliger Hof (oberhalb von Kobern/Mosel gelegen) stammenden Nikolaus SCHWAB.

 

 

Direkte Nachkommen von Johann SCHWAB, dem letzten Dorfschmied leben heute noch in Gering, allerdings nicht mehr im Haus „Pitterjusepps“, nachdem der jetzige Schwab hinter dem Garten des Anwesens „Pitterjusepps“ in der Gartenstraße neu gebaut hat (ca. 1970).

 

 

(Brunnenstr. 32, zweites Haus unterhalb der Kirche)

 

 

 

Die Bewohner von „Pitterjusepps“

 

      •  Peter Josef LAUBENTHAL (* 1799 in Gering, + 1861 in Gering) oo 1829 Maria Catharina KLEIN (* 1801 Geringer Mühle, + 1871 in Gering) hatten 7 Kinder, geboren 1829 bis 1843 (FN 115)

 

 

      •  Elisabeth LAUBENTHAL (* 1841 in Gering, + 1900 in Gering) oo 1865 Wilhelm SCHWAB (* 1837 in Gering, + 1902 in Gering) hatten 10 Kinder, geboren 1865 bis 1884 (FN 170)

 

 

      •  Johann SCHWAB (* 1872 in Gering, + 1940 in Gering) oo 1899 Catharina SCHWAB (* 1877 in Einig, + 1943 in Koblenz) hatten 11 Kinder, geboren 1899 bis 1918 (FN 221)

 

 

      •  Peter SCHWAB (* 1901 in Gering, + 1979 in Gering) oo 1938 Elisabeth HENRICH (* 1904 Geismühle, + 1956 Gering) hatten 1 Kind, geboren 1941,   (2.Ehe) oo 1958Katharina SESTERHENN (* 1905 Pillig, + 1995 Polch) (FN 290)