Wegekreuz Gering

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Mein Lebensweg von Joseph SCHWAB 1942
Brunnenstr. 17

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Die Geschichte des Hauses „Schoostesch“

Hausgrundstück:     qm

Parzellen-Nr. im Jahr 1812: Haus    , Garten    

Heutige Adresse: Brunnenstr. 17

 

Dorfname

“Schoostesch”  = Schuster/Schumacher

 

Vorgeschichte

An der Stelle des heutigen Grundstücks Brunnenstr. 17 befanden sich 1812 eine Wiese (Parzellen-Nr. 86) von 273 qm und ein Garten (Parzellen-Nr. 87) von 639 qm.

Eigentümer war Paul REINART, Halbbruder des Anton REINART (siehe „Reichels“, heute: Brunnenstr. 18). Die Brüder REINART sind in Monreal geboren, der ältere, Anton, war ein Cousin von Lucia Müsch, Ehefrau des Anton Pauly, und war etwa 1803 nach Gering gezogen und hatte dort geheiratet. Wann der jüngere Paul REINART nach Gering gekommen ist und wann und von wem er die beiden damals noch nicht bebauten Grundstücke erworben hat, ist nicht feststellbar.

 

Nr. 1

Paul REINART heiratet 1812 im Alter von 36 Jahren die 33-jährige Apollonia LAUX aus Gering (siehe „Lauxe“, heutige Adresse: Brunnenstr. 14 -Hinterhaus- inzwischen abgerissen). Die Eheleute dürften in diesem Jahr 1812 das heute noch existierende Fachwerkhaus in der Brunnenstr. 17 errichtet haben. Die Eheleute REINART blieben kinderlos; Paul starb 1865 im Alter von 89 Jahren, Apollonia starb 1859 im Alter von 80 Jahren.

 

Nr. 2

Der Neffe von Paul REINART, Peter REINART (geboren 1806 in Gering und Sohn von Anton REINART) hat den Beruf des „Schumacher“ gelernt. 1836 hat er Maria Gertrud REICHERT geheiratet (Tochter von Johann Gangolph REICHERT und Lucia KAYSER; „Brudams“ heute: Brunnenstr. 11). Im Haus seines Onkel/seiner Tante hat er seine „Schumacherwerkstatt“ eingerichtet.

Nach der Geburt der Tochter Anna im Mai 1837 stirbt Peter REINART im Oktober 1837 im Alter von 31 ½ Jahren. Die Witwe Maria Gertrud heiratet im Februar 1839 Johann Peter BRODAM aus Lahr und zieht wieder in das elterliche Haus („Brudams“ heute: Brunnenstr. 11).

 

Nr. 3 (Mieter der Schumacherwerkstatt „Schoostesch“)

Nach dem frühen Tod von Peter REINART im Jahr 1837 hat offensichtlich der aus Mertloch stammende Wilhelm BETZING die Schumacherwerkstatt im Haus der Eheleute Paul REINART/Apollonia LAUX übernommen und weitergeführt. Wilhelm BETZING heiratet 1843 in Gering die aus Kaifenheim stammende Anna Maria SPIES. In den Jahren 1846 bis 1855 kommen fünf Kinder zur Welt, die alle im Kindesalter sterben. Es ist anzunehmen, daß Wilhelm BETZING die Werkstatt bis etwa 1875 betrieben hat. Zu diesem Zeitpunkt war er 62 Jahre alt. Nach dem Tod des letzten Kindes im Januar 1857 verliert sich die Spur der Familie BETZING.

Im Hause „Schoostech“ wurde also etwa 40 Jahre eine „Schumacherwerkstatt“ betrieben.

 

Nr. 4

Nach dem Tod der Eheleute REINART/LAUX in den Jahren 1859 bzw. 1865 übernimmt der Neffe von Paul REINART, Oster REINART (Sohn von Anton REINART/Catharina MOHR), das Anwesen „Schoostesch“. Oster REINART, seit 1834 mit Anna Maria KRECHEL aus Mertloch verheiratet und zu diesem Zeitpunkt 61 Jahre alt, überließ das Haus offensichtlich unverändert dem Schumacher BETZING zur Nutzung.

 

Nr. 5

Der Sohn von Oster REINART, Paul REINART übernahm nach dem Tod des Vaters (1873) bzw. der Mutter (1876) in 1876 das Anwesen. Ein Jahr später (1877) heiratete Paul REINART Margaretha SCHWAB aus Gering („Pitterjusepps“ heute: Brunnenstr.    ). Sie hatten sieben Kinder, von denen drei im Kindesalter verstarben. Bei ihnen im Haus lebte auch die Schwester von Paul, Anna Maria REINART, die nach dem Tod von Margareta SCHWAB in 1895 ihren Bruder mit seinen vier Töchtern mitversorgte und die bis etwa 1900 an der Schule von Gering als sog. „Industrielehrerin“ (gemeint ist der Unterricht der Mädchen der Schule) tätig war. Anna Maria verstarb 1915.

Paul REINART betrieb neben seiner Landwirtschaft im seinem Haus eine kleine Gastwirtschaft. Dort gab es, im Gegensatz zum Nachbarn „Gastwirtschaft SCHWAB“, lediglich Wein von der Mosel im Ausschank.

Die Tochter Barbara heiratete 1913 Peter MICHELS aus Naunheim, Tochter Katharina heiratete 1908 Peter REICHERT aus Gering (sie wohnten dann im Hause „Reichels“, heute: Brunnenstr. 5), die Tochter Margarete heiratete 1911 Theodor HANSEN aus Koblenz-Metternich.

 

Nr. 6

Die jüngste Tochter, Elisabeth REINART, heiratete 1920 Peter JOHANN aus Brachendorf. Das Ehepaar übernahm nach dem Tod des Vaters in 1921 das Anwesen.

 

Nr. 7

Heute bewohnen „Schoostesch“ ein Sohn/Schwiegertochter und Enkelin (mit Familie) der Elisabeth REINART/Peter JOHANN.

 

 

Die Bewohner von „Schoostesch“

 

      •  Paul REINART (* 1776 in Monreal, + 1865 in Gering)  oo 1812 Apollonia LAUX (* 1779 in Gering, + 1859 in Gering) hatten keine Kinder (FN 100).

 

 

      •  Peter REINART (* 1806 in Gering, + 1837 in Gering)  oo 1836 Maria Gertrud REICHERT (* 1810 in Gering, + 1888 in Gering) hatten ein Kind, geboren 1837 (FN 132).

 

 

      •  Wilhelm BETZING (* 1813 in Mertloch, + ?)  oo 1843 Anna Maria SPIES (* 1815 in Kaifenheim, + ?) hatten 5 Kinder, geboren 1846 bis 1855 (FN 142).

 

 

      •  Paul REINART (* 1848 in Gering, + 1921 in Gering)  oo 1877 Margareta SCHWAB (* 1851 in Gering, + 1895 in Gering) hatten 7 Kinder, geboren 1878 bis 1894 (FN 186).

 

      •  Elisabeth REINART (* 1886 in Gering, + 1973 in Gering)  oo 1920 Peter JOHANN (* 1879 in Brachtendorf, + 1958 in Gering) hatten 6 Kinder (FN 253).